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Einsatz für zirkuläre Wertschöpfung

inIT beim zweiten Treffen des Thementisch Metall vertreten

Teilnehmende des zweiten Treffens des Thementischs Metall.

Beim zweiten Treffen des Thementischs Metall des Runden Tischs Zirkuläre Wertschöpfung NRW diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Forschung und Politik technologische Ansätze für zirkuläre Materialkreisläufe. Prof. Dr. Markus Lange-Hegermann brachte dabei Impulse aus den inIT-Projekten MetalClass und AlloySort ein, die sich mit KI-gestützter Sensorik zur Echtzeit-Analyse von Metalllegierungen befassen.

Austausch zu Technologien und Herausforderungen in der Metallbranche

Das Treffen fand am 7. November 2025 im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW statt und führte Teilnehmende entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen. Im Mittelpunkt standen Aspekte wie Schrottqualität, digitale Produktpässe, Circular Design und Modularität sowie technologische Voraussetzungen für eine zirkuläre Metallwirtschaft. Praxisimpulse von Unternehmen wie Outokumpu, ID Lab/offsee und TSR verdeutlichten, wie Kreislaufstrategien bereits heute in industriellen Prozessen verankert sind und welche Potenziale sich durch innovative Ansätze ergeben.

Impulse aus der inIT-Forschung

Prof. Dr. Markus Lange-Hegermann stellte aktuelle Forschungsergebnisse zur zerstörungsfreien Echtzeit-Analyse von metallischen Sekundärrohstoffen vor und gab Einblicke in zwei Forschungsprojekte:

  • MetalClass: Entwicklung eines KI-gestützten Messverfahrens auf Basis der Prompt-Gamma-Neutronen-Aktivierungsanalyse (PGNAA), um Kupfer- und Aluminiumschrotte in Echtzeit zu klassifizieren. Ziel ist es, die Zusammensetzung heterogener Materialströme präzise zu erfassen und Störstoffe zu identifizieren.
  • AlloySort: Weiterentwicklung der PGNAA-Analyse für eine zielgerichtete Sortierung auf dem Förderband. Dabei kommen neue KI-Auswertemethoden zum Einsatz, um hochaufgelöste, aber verrauschte Sensordaten zuverlässig auszuwerten und in industrielle Prozesse zu integrieren.

Beide Projekte adressieren zentrale Herausforderungen, die auch im Thementisch diskutiert wurden: die Steigerung der Schrottqualität, die Sortenreinheit in Materialströmen sowie die Notwendigkeit, zirkuläre Strategien durch präzise digitale Daten zu unterstützen.

Gemeinsamer Blick nach vorn

In der abschließenden Austauschrunde bestätigten die Teilnehmenden, dass technologische Innovationen – insbesondere in den Bereichen Sensorik, Datenqualität und KI-basierte Analyse – zentrale Hebel für eine zirkuläre Metallwirtschaft darstellen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Fortschritte nur im Zusammenspiel von Industrie, Forschung und Politik möglich sind.

„Die Diskussionen haben gezeigt, wie groß der Bedarf an zuverlässigen, echtzeitfähigen Analysen in Recyclingprozessen ist. Unsere Forschung in diesem Bereich leistet hierzu einen wichtigen Beitrag“, fasst Prof. Dr. Markus Lange-Hegermann zusammen. „Der Thementisch bietet eine wertvolle Plattform, um Perspektiven zu bündeln und gemeinsam an praktikablen Lösungen zu arbeiten.“

Das nächste Treffen des Thementischs Metall ist für März 2026 geplant.